Titanic - das Musical


Wer Titanic hört, denkt wohl automatisch an den Film des Regisseurs James Cameron von 1997. Doch bereits ein halbes Jahr zuvor feierte am New Yorker Broadway ein davon unabhängiges Musical Premiere. Der Komponist Maury Yeston und der Autor Peter Stone geben mit ihrer Version der Geschichte einen völlig anderen Einblick in die unzähligen Schicksale an Bord des legendären Ozeandampfers. Für ihr Werk wurden sie mit fünf Tony Awards ausgezeichnet, darunter jene für Bestes Musical, Beste Musik und Bestes Libretto. In Thun kommt das Erfolgsmusical nun genau ein Jahrhundert nach dem Untergang in einer für die Seespiele adaptierten Fassung zur Schweizer Uraufführung.

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 Die Handlung

Die Lebenswege von 2208 Männern, Frauen und Kindern treffen aufeinander, als die Titanic am 10. April 1912 in Southampton zur Abfahrt bereit steht: Besatzungsmitglieder, die auf dem brandneuen Schiff ihre Stelle antreten, Drittklasspassagiere, die auf ein glückliches Leben in Amerika hoffen, sowie Zweit- und Erstklasspassagiere, die diesen historischen Moment begeistert miterleben, besteigen den gigantischen Ozeandampfer. Die Fahrt beginnt – und während der Heizer Frederick Barrett im Kohlenraum schwitzt und drei Mädchen der dritten Klasse sich ihre Zukunft ausmalen, feiert die Upper Class die technischen Möglichkeiten des neuen Jahrhunderts und den Luxus dieser schwimmenden Stadt bei gutem Essen, Tanz und Spielen im Rauchsalon.

In der mondlosen und windstillen Nacht vom 14. auf den 15. April steht Frederick Fleet im Ausguck. Zu spät sieht er das Unheil, auf das die Titanic zusteuert: Das Schiff steuert direkt auf einen Eisberg zu und rammt diesen. Leicht beunruhigt versammeln sich die Passagiere in Schlafanzug und Schwimmweste im Salon, derweil dem Konstrukteur Thomas Andrews klar wird, dass die Titanic rasch sinken wird und zu wenige Rettungsboote verfügbar sind. Der Eigentümer Bruce Ismay, der den Kapitän Edward Smith zuvor gedrängt hatte, schneller und weiter nördlich zu fahren, schiebt nun diesem die Schuld zu. Indessen die Drittklasspassagiere teilweise unter Deck eingeschlossen sind, nehmen die Herren der ersten und zweiten Klasse Abschied von ihren Gattinnen. Man spricht sich gegenseitig Mut zu und hofft, sich am nächsten Morgen zu treffen. Zwei alte Eheleute, Isidor und Ida Straus, gestehen sich noch einmal ihre Liebe und beschliessen, ihr Schicksal bis zum Tod zu teilen.

Das Schiff der Träume versinkt im Meer und reisst mehr als tausend Menschen mit sich in die Tiefe.

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