Thunerseespiele erhalten Label „Kultur inklusiv“

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Im Hinblick auf die neue Musicalsaison erhalten die Thunerseespiele das Label „Kultur inklusiv“ von der Fachstelle Kultur inklusiv von Pro Infirmis. Dieses zeichnet Kulturangebote aus, welche sich für die Inklusion und die möglichst hindernisfreie Zugänglichkeit ihrer Kulturangebote einsetzen.

Im April 2016 wurde das Label „Kultur inklusiv“ von Pro Infirmis erstmals an Kulturinstitutionen aus dem Kanton Bern verliehen, die sich für eine nachhaltige und hindernisfreie Kultur engagieren. Seit September 2016 sind auch die Thunerseespiele stolze Labelträger. „Wir sind glücklich, dass unsere Anstrengungen im Bereich der Inklusion auch von offizieller Seite gewürdigt werden. Einige unserer treusten Fans sind Menschen mit Handicap. Das freut uns sehr und zeugt davon, dass wir den Bedürfnissen dieser Gruppe mit unserem Angebot gerecht werden und sie die Thunerseespiele als tollen Kulturevent für alle schätzen. Dafür sind wir dankbar. Wir arbeiten auch weiterhin daran, Menschen aller Art bei uns willkommen zu heissen und ihnen den Zugang in alle Bereiche unserer Musicalwelt zu ermöglichen.“, so Markus Dinhobl, ausführender Produzent der Thunerseespiele.

Für die Thunerseespiele ist der hindernisfreie Zugang zu Spielgelände und Tribüne wichtig. Seit vielen Jahren bieten die Thuner Musicalmacher Rollstuhlplätze auf der Tribüne an. Auch die gemeinsam mit der IGGH (Interessensgemeinschaft Gehörlose und Hörbehinderte) organisierte Vorstellung mit Gebärdensprachendolmetscherinnen, welche seit 2012 jeweils an der Matinée-Vorstellung vom 1. August stattfindet, ist ein grosser Erfolg. Seit drei Jahren rege im Einsatz ist ausserdem die von der IGGH installierte induktive Höranlage im Sektor C (Reihen 2-12). Dank dieser kommen Hörgeräteträgerinnen und –träger in den Genuss eines klaren Tons ohne Nebengeräusche, wenn sie ihre Hörgeräte auf Telefonspule umschalten.

Im Sommer 2016 starteten die Thunerseespiele erstmals das Angebot einer Musicalvorstellung mit Audiodeskription. Markus Dinhobl: „Bei der Audiodeskription bekommen blinde und sehbehinderte Menschen eine live gesprochene Bildbeschreibung der jeweiligen Musicalszene via Smartphone und Kopfhörer in ihr Ohr geliefert. Es ist eine Art Live-Hörspiel, welches Blinden ermöglicht, das Geschehen auf der Bühne nachzuvollziehen.“ Der Versuchsballon kam bei den betroffenen Besucherinnen und Besuchern sehr gut an. Auch die angebotene taktile Backstageführung begeisterte. „Wir prüfen derzeit die technischen Optionen und die Finanzierung für eine Audiodeskription im Sommer 2017. Es ist uns ein grosses Anliegen, dieses Angebot auch für CATS weiterführen zu können“, so Markus Dinhobl.

 

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