Kostümbild
Das Kostümbild von Heike Seidler nimmt die Zuschauer schon auf den ersten Blick mit in die 1950er-Jahre. «Die Kostüme spielen in GREASE eine ganz besondere Rolle», erklärt die deutsche Seidler, welche bereits für Aida und Io senza te in Thun die Kostüme entwarf. «Wie sich beispielsweise die brave Sandy zu einer selbstbewussten jungen Frau entwickelt, wird durch die ganze Geschichte laufend mithilfe ihres Looks vermittelt», so die Kostümbildnerin.
«Die Kostüme sind ein wichtiges Element, um die Handlung verständlicher und glaubwürdiger zu machen», betont Seidler. «Heute blicken wir weniger romantisierend auf die 1950er-Jahre als noch zur Entstehungszeit von Musical und Film Grease. Deshalb haben wir bewusst entschieden, auch ein paar zeitfremde Elemente ins Kostümbild einzubauen. Der ikonische Stil der Epoche – mit Petticoats und Lederjacken – wird durch moderne Rockabilly-Einflüsse ergänzt und erhält so eine zeitgemässe Interpretation», verrät die erfahrene Kostümbildnerin.
Rund 200 Kostüme wird ihr Team in den kommenden Monaten im Thuner Atelier für die 24 Darstellenden und ihre Zweitbesetzungen bereitstellen, sei es für deren Schulalltag, Sportunterricht, High School Ball oder Glamour-Auftritt.
Die Arbeit im hauseigenen Kostümatelier beginnt im April. Kostümbildnerin, Atelierleiterin, Gewandmeisterinnen und Schneiderinnen arbeiten Hand in Hand. Zudem wird das Team durch Lernende des Nähwerk IDM Thun unterstützt. Im Rahmen ihrer Ausbildung zum:r Bekleidungsnäher:in EBA und Bekleidungsgestalter:in EFZ können die jungen Talente so ein bisschen Musicalwelt schnuppern.
Viele der im aktuellen Musical verwendeten Kostüme, wie auch solche früherer Produktionen, kommen in der Regel in den Kostüm- und Requisitenverkauf, welchen die Thunerseespiele alle paar Jahre durchführen.
Tour durchs Thuner Kostümatelier





